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ehemaliger Obmann |
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Es war im Frühjahr 1973, ich war im dritten Lehrjahr meiner Kochlehre, als ich mich plötzlich nicht mehr gesund fühlte. Es war ein Zustand "nicht ganz krank aber auch nicht ganz gesund". Als auch noch Ödeme an den Waden bemerkbar wurden ging ich, auf Anraten meines Vaters, zu meinem Hausarzt. Nach einer Blut- und Harnanalyse stand sehr schnell fest, dass meine Nieren sehr viel Eiweiß ausschieden. Am 6. April 1973 wurde ich ins Spital der Barmherzigen Brüder in Graz, Marschallgasse, eingewiesen. Nachdem Diät und der Einsatz von hohen Dosen Antibiotika keine Besserung meines Allgemeinzustandes brachten, wurde ich Anfang Mai 1973 in die Universitätsklinik am LKH Graz überstellt. Mein damaliger Arzt Prim Dr. Kögler (damals Chefarzt bei den BHB) hat mir bereits zu diesem Zeitpunkt eine Dialyse- notwendigkeit prophezeit. Und so geschah es ja dann auch. Nach 5 Wochen in der Uni - Klinik wurde ich punktiert und am 28. Juni abends erstmals an die Dialysemaschine angeschlossen. Noch heute wundere ich mich oft wie wir das damals überlebt haben.11 bis 12 Stunden Behandlung, sehr wenige Dialyseplätze, geringer eigener Wissenstand über die Krankheit, viel Probleme mit den Gefäßzugängen und und und..... Bereits zu Beginn meiner Erkrankung beschäftigte ich mich intensiver mit meiner Erkrankung und den daraus resultierenden Folgen. Dies mag wohl auch ausschlaggebend gewesen sein um 1978/1979 mit einer Gründung einer Selbsthilfegruppe beschäftigt habe. Bestärkt durch den damaligen Obmann der Wiener Selbsthilfegruppe, Herrn Bussmann, und der tatkräftigen Unterstützung einiger Mitpatienten, wurde am 21.10.1981 die 1. Steirische Interessen- gemeinschaft gegründet. Bereits bei der Gründungsversammlung hatte die Gemeinschaft ca. 200 Mitglieder. Heute, nach all den Jahren, stehe ich unserer Gemeinschaft nach wie vor als Obmann zur Verfügung. In den vielen Jahren dieser ehrenamtlichen Tätigkeit war und bin ich überzeugt, dass auch Kranke und Behinderte, ja vielleicht gerade diese Personen, auf Grund ihrer Erfahrung bei der Verbesserung ihrer Situation und die ihrer Mitbetroffenen mitgestalten und mitreden sollten. Ich denke man sollte sein Schicksal nicht nur seinem gerade vorhandenen medizinischen Umfeld überlassen!
Bei Anfragen und Auskünfte stehe ich betroffenen Nierenpatienten gerne mit Rat und Tat zur Seite. (Kontakte)
Wiedner Franz
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